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Verständigung im Zickzack-Kurs

19.08.2016

News: Verständigung im Zickzack-Kurs

Die Nähwerkstatt wird gut angenommen! Beim ersten Treffen der Nähwerkstatt im Juni erschienen zwei Frauen, eine Georgierin und eine Syrerin. Meine größte Sorge, wie wir uns verständlich machen, löste sich rasch in Wohlgefallen auf. Beide Frauen konnten sich gut verständigen und wenn es schwierig wurde, halfen eben Hände, Füße und Zeichnungen. Die Chemie stimmte sofort. Rasha hatte noch nie genäht, Lia besaß in Georgien nur eine Handkurbelmaschine.

Also fing ich zunächst mit geraden Nähten an. Vorwärtsgang, Rückwärtsgang, Zickzack-Stich … Beide Frauen lachten auf. Zick-Zack kannten sie. Sowohl in Georgisch, als auch in Arabisch gibt es keinen anderen Begriff dafür. Wir staunten nicht schlecht.

Mitten im Nähen riss Lia die Arme hoch und rief „ich liebe Deutschland“!

Großes Gelächter. Sie war begeistert, weil sie noch nie mit so reibungslos funktionierenden Nähmaschinen gearbeitet hat! Inzwischen sind es zeitweise fünf Frauen. Unterstützt werde ich von Maria, (siehe Foto) Wir ergänzen uns wunderbar.

Von allen Seiten kommt Hilfe.

Aufgrund eines kleines Artikels im Kölner Stadtanzeiger (unverlangt eingesandt) gehen immer wieder Sachspenden ein: Stoffe, Knöpfe, Garne, sogar zwei Nähmaschinen und eine Bügelstation. Eine Schneiderin brachte massenhaft Reißverschlüsse, Schnallen, Spulen ...Der Getränkeshop aus der Nähe spendete einen Kasten Wasser, die Mitarbeiter der SBH, die den Raum kostenlos zur Verfügung stellen, schauen herein und helfen, wo sie können. Was noch fehlt sind ein Spiegel und ein Regal zum Verstauen der Stoffe.

Marie Bruske-Schmachtenberg  




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